Mittwoch, 28. januar 2009
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08:22
Ich lese gerade ein Buch in dem folgende Theorie auftaucht:
Zitat:
"Ich habe in Bezug auf einen (oder viele) Partner in meinem Inneren so viele Schulden gemacht oder so viele nicht erfüllte Forderungen (gleichsam unbezahlte Rechnungen), dass die Seele selbst
sich in einem inneren Zustand befindet, der eine neue Partnerschaft (als wäre es ein neu zu eröffnendes Geschäft) nicht mehr zulässt. Die Seele reagiert dann wie der Gesetzgeber und verbietet ein
neues Einlassen."
Zitatende
Es geht darum, dass man entweder das, was man von einem (oder eben mehreren Partnern) bekommen hat nicht geschätzt und auch nicht in irgendeiner Weise zurückgegeben hat und somit "Schulden" bei ihm
hat.
Oder eben, dass man selbst so viel gegeben hat, was der/die frühere/n Partner nicht zurückgeben konnten/wollten und nun Schulden bei einem haben und man ist von ihm/ihnen enttäuscht. In beiden
Fällen muss man ein Insolvenzverfahren anmelden und eine neue Beziehung ist ausgeschlossen.
***
Es läuft nach dem Prinzip "Soll" und "Haben"
Jeder von uns hat ein Konto gefüllt mit Partnerschaftseinheiten.
Wenn also Partner A 10000 Einheiten auf seinem Konto hat und Partner B 3000 Einheiten und sie sich verlieben, gibt jeder der Beiden in sagen wir mal in einem halben Jahr 100% seiner Einheiten.
Partner A gibt seine 100% - also 10000 Einheiten.
Partner B gibt auch 100% - also seine 3000 Einheiten.
Somit hat A nichts mehr auf seiner Haben-Seite und B 10000 Einheiten auf seiner Soll-Seite. Sodala. Nach einem halben Jahr haben also beide gegeben und beide genommen.
Aber der Unterschied der Menge der Einheiten ist so gravierend, dass sie in einen Partnerschafts-Konkurs treiben.
B trägt Schuld, weil: Er hat "Schulden" gemacht, die er nicht zurückzahlen kann.
A trägt Schuld, weil er B überfordert hat und hätte wissen müssen, dass B es nicht ausgleichen kann.
Die beiden trennen sich also.
Jetzt lernt A C kennen und B trifft D. Alle verlieben sich ineinander.
Allerdings hält A noch die Schuldscheine aus der Beziehung mit B in den Händen und will nun - in der neuen Beziehung - sein Konto ausgleichen. Also weniger geben als nehmen.
B weiss, dass er zu viel genommen hat in seiner Beziehung mit A und will das in der Beziehung mit D wieder gut machen. Somit nimmt B in der neuen Beziehung die Rolle von A ein und umgekehrt.
Auch die nächsten Beziehungen scheitern, weil dieses Ungleichgewicht immer wieder auftaucht.
Es wird ganz klar gesagt, dass dies alles im Hintergrund abläuft, also weder für einen selbst, noch für Aussenstehende zu beobachten ist.
Zitat: "Aber man kann an den auftauchenden Symptomen auf das Dahinterliegende schließen"
Ist das in euren Augen Bullshit, oder erklärt es ein wenig das Scheitern von Beziehungen?
Auf eure Gedanken gespannt -
Das EO